Lena Flusskreuzfahrt
Selten bieten Flusskreuzfahrten ein solch abwechslungsreiches und ursprüngliches Bild wie jene, die sich über den Strom Lena inmitten der einzigartigen, sibirischen Landschaft ziehen. Bei eine Flusskreuzfahrt auf der Lena, einem der weltgrößten Ströme, erhält man Einblicke in die für Westeuropäer zum Teil noch absolut unbekannten Region Sibirien, in welcher das Leben durchaus rau zu sein scheint und die Natur noch unberührt von Menschenhand in eine teilweise trügerische Idylle gehüllt daliegt. Eine Kreuzfahrt auf dem Fluss Lena kann für den Westeuropäer durchaus eine Expedition in unbekannte Regionen bedeuten.
Auf seinen 4400 Kilometern durchläuft die Lena den asiatischen Teil des riesigen Russlands und fungiert dabei als Lebensader von Sibirien. Kaum zu glauben, dass diese scheinbar unwirkliche Region dem Tourismus derart aufgeschlossen ist und die Reisenden trotz großer Entfernung an Bord eines russischen Flusskreuzers auf Komfort nicht verzichten müssen. Im Gegenteil, Lena – Kreuzfahrer genießen einen der größten Flüsse der Erde bequem und ohne große Mühen mit den Bequemlichkeiten, die man sonst eher aus den Agatha Christie Filmen wie 2Tod auf dem Nil" kennt. Es kommt regelrecht ein wenig kolonialer Flair auf, betrachtet man sich Service und das Reichtums- und Mentalitätsgefälle zwischen Reisenden und der Umgebung.
Schon bei der Anreise aus einer der großen Metropolen Russlands wie Moskau oder Ekaterienburg erlebt der Urlauber einen scheinbar harten Kulturschnitt. Ebenso großartig wie eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn bietet die Lena eines der großen Reiseabenteuer des Landes und gilt als die ursprünglichste der Flusskreuzfahrten in Russland.
Nur wenige Kilometer westlich des Baikalsees im Herzen Asiens entspringt die von den Einheimischen "Königin der Flüsse" genannte Lena. In einer langgezogenen Kurve bahnt sich der Strom seinen Weg durch das Sibirische Bergland, ehe er auch für größeren Schiffsverkehr befahrbar ist. Eine der schönsten Regionen an der Lena ist sicher ist sicherlich das Patomhochland, ein Mittelgebirge mit traumhaften Erhebungen, welche man nicht nur vom Schiff er erkunden sollte.
Im Regelfall beginnt die Lena Kreuzfahrt für viele Urlauber erst ungefähr auf der Hälfte des Flusses, im östlichen Bogen in der größten Stadt Jakutsk, welche mit rund 200.000 Einwohnern für viele Großstädter ein eher provinzielles Bild bietet. Doch ist es eher erstaunlich, dass sich in der unwirklichen Welt Sibiriens eine derart große Siedlung rotten konnte, die bis heute dem rauen Klima standzuhalten scheint. Die Häuser Stadt sind auf Säulen errichtet, die man mit großem Aufwand durch den ewigen Permafrostboden getrieben hat. Auch sonst geht das Leben doch eher individuelle Wege. Vom täglichen Kampf um einen zivilen Lebensraum gelangt der Kreuzfahrer weiter nördlich durch Taiga und Tundra, den immerwährenden Winter stetig im Blick. Trotz oft frostiger Temperaturen können die Schiffsreisenden auch an Bord auf viele Sonnenstunden hoffen. Besonders die Sonnenuntergänge auf der Passage der Lena-Felsen gelten als eines der unvergesslichsten Erlebnisse für Kreuzfahrttouristen. Auf knapp 80 Kilometer säumen die Natursäulen den Flussverlauf zu beiden Ufern. Dabei ragen die Kolosse bis zu 200 Meter in die Höhe. Je höher es in den Norden geht, umso abwechslungsreicher wird die Landschaft. Von Felsküsten bis hin zu endlosen Sumpfgebieten steuert das Schiff nahezu alle Lebensräume an, ehe der Fluss sich in die ewige Kälte des Arktischen Meeres .
Dem Tourismus zwar offen, jedoch weniger stark frequentiert wie seine Schwesterströme Nil, Amazonas oder Mississippi bietet die Lena eines der letzten, großen Flussfahrtabenteuer auf der Lena durch eine der noch ursprünglichsten Regionen unserer Erde. Nicht nur Russland Reisende könnten diese exklusive Flusskreuzfahrt gut in ihren Urlaub einbauen.